Unser Logo, ein Statement für Wohl und Gleichgewicht

Unser Logo, ein Statement für Wohl und Gleichgewicht

Unser Logo – Ein Statement für Ihr Wohl und Gleichgewicht

Multimorbiditaet

Logo der Praxis Gleichgewicht4you

Was fällt Ihnen spontan zum Logo der Praxis ein?
Ich denke, sie haben bereits einige Assoziationen, denn wir haben uns seit 2010 ein neues Logo gegeben, nachdem unsere Praxis vorher den Schwerpunkt Kinder hatte und unser PommeFRIZ Logo nicht mehr passte. Jetzt ist dieses Logo das Symbol für unsere Praxis…

 

Ein Symbolon ist mehr als nur ein Zeichen.
Ein Symbolon enthält Botschaften.

 

 

 

Was wir in unserem Logo für Botschaften senden

Das wollen wir damit verkörpern

  • Bei uns stehen SIE als ganzer Mensch im Mittelpunkt. Nicht nur ihre Ernährung, sondern ihr ganzes Leben
  • Die 3 „Beine“ symbolisieren Standfestigkeit.
    – zwei der Beine sind Ihre und das dritte Bein ist „Stab und Stütze durch unsere Wegbegleitung“.
  • Sie symbolisieren aber auch unsere 3 Kompetenz-Standbeine auf denen unsere Beratung fußt:
    – Ernährungswissenschaftlich und ernährungsmedizinisch fundiert. Wir orientieren uns an wissenschaftlichen Erkenntnissen, nicht an Ideologien
    – Ernährungspädagogisch. Unsere Beratung bedeutet „Hilfe zur Selbsthilfe“. Das heißt wir BELEHREN nicht, sondern sind BEGLEITER
    – Ernährungspsychologisch. Mensch is(s)t nicht vernünftig, er ernährt sich nicht, sondern er isst und das sehr emotional und ganzheitlich…
  • Die „Arme“ zeigen nach oben denn wir möchten, dass Sie sich, ihr Essverhalten besser verstehen, sich mit sich mehr versöhnen, wir möchten dass sie vorwärts kommen und sich bald besser fühlen…
  • Der Kopf ist aus Gold. Er steht für Ernährung als Thema, denn wir bieten auch Silber an, was für Business und andere Themen steht
  • Das Pinselstrich-Logo steht für Kreativität, denn wir wollen im MITeinander zu Lösungen kommen, Das braucht Kreativität, nichts von der Stange.
  • Die Farben. Schwarz ist die Farbe, die alle Farben in sich vereint, rot symbolisiert Energie unt Tatkraft, und Gold ist das Sympbol für Sie – ein Mensch voller reicher Schätze. Lassen Sie uns diese gemeinsam finden..

    Finden Sie auch, dass Petra Heißler ein ganz wunderbares Logo erschaffen hat? Wir fühlen uns sehr wohl damit! Danke Petra

Mensch im Mittelpunkt

Haben Sie auch schon bemerkt, dass Diäten, Listen, Ratschläge nicht helfen? Warum ist das so? Wir meinen immer, dass wir mit reiner Vernunft unsere Ernährung „ändern“ können, doch WEIL der Mensch ein emotionales, soziales Wesen ist und Gewohnheiten einen guten ZWECK verfolgen, ist mit Wissen und Wollen und Wünschen nicht viel erreicht. Schauen wir gemeinsam dahin, wo das Unbewusste mitisst und lernen Sie sich und ihre Gewohnheiten besser verstehen und sich als ganzen Menschen kennen…Ernährung steht doch mitten in Ihrem Leben, ist Teil davon und nicht isoliert zu betrachten. Also schauen wir also gemeinsam GANZ hin.

Mensch als Leib-Seele-Einheit

Wenn die Seele leidet, dann reagiert auch der Körper. Wenn es uns körperlich schlecht geht, leidet auch die Seele. Wir Menschen sind nicht TRENNBAR, sondern eine Einheit. Essen ist nicht isoliert von unserem Leben zu betrachten. Essen ist ganz zentral mit unserem Leben verknüpft. Mit unseren Gefühlen, Bedürfnissen, mit der Arbeit, dem Privatleben, dem Sozialleben. Daher KÖNNEN wir nicht einfach mit dem Hirn entscheiden, alles plötzich auf den Kopf zu stellen…
Erst wenn wir uns selbst besser verstanden haben, verstehen wir auch unsere Gewohnheiten und erst dann finden wir andere Lösungen für einen anderen ESSweg. Wir begleiten Sie gerne auf dieser Entdeckungsreise…

“Nicht unser Hirn denkt, fühlt und handelt, sondern wir als ganzer Mensch.
Nicht unser Verstand entscheidet, was wir essen wollen oder sollen, sondern wir als ganzer Mensch.”

Sonja Mannhardt

Beratung ist nicht gleich Beratung

Heutzutage denken wir an Thermomix-Berater oder Bankberater, wenn wir an Beratung denken. Und so verstehen viele „Ernährungsberater“ auch ihren Beruf. Sie geben Tipps, Ratschläge, sie Informieren, klären auf, reden und wir hören zu.

Bei uns ist das vollkommen anders.
Wir verstehen Ernährungsberatung als kooperativen Prozess zwischen Ihnen und uns. Wir hören zu um zu verstehen, was da is(s)t, wir dienen IHREM Ziel, wir sind Begleiter, keine Belehrer, wir geben Hilfe zur Selbsthilfe, sprich: Sie finden durch unsere Begleitung Ihre besten Lösungen selbst. Wir wollen, dass Sie es SELBST schaffen und nicht uns „gehorchen“. Deal?

Ernährungsberatung ist nicht gleich ernährungstherapeutische Beratung

Sie haben gewiss schon die Erfahrung gemacht, dass Jeder jedem mittlerweile sagt, was gesunde Ernährung ist. Doch um wirklich gut zu beraten braucht es sehr, sehr viel medizinische und ernährungswissenschaftliche Fachkompetenz. Sehr Viele Berater haben das nicht und doch nennen sie sich Ernährungsberater, sprechen von „staatlich anerkannt“. Doch Vorsicht! Nur ganz wenige Kollegen sind wirklich fachlich qualifiziert. Nur WENIGE dürfen Menschen mit ernährungsbedingten Erkrankungen beraten. Dieser Zweig nennt sich nicht Ernährungsberatung, sondern ernährungTHERAPEUTISCHE Beratung, weil es Teil von BEHANDLUNG ist und auf der Grundlage einer ärztlichen Zuweisung geschieht.
Ihre Krankenkasse listet diese qualifizierten Fachkräfte. Wir sind dabei 🙂

 

Ernährungspsychologie ist nicht dasselbe wie ernährungspsychologische BERATUNG

Die Tipps im Internet rund um Ernährung gehen noch weiter. Plötzlich betiteln sich Influencer als Ernährungspsychologen, sie geben TIPPS rund um „emotional eating“ , sprechen über Körperwahrnehmung oder über Hunger/Sättigung. Doch lassen Sie sich nicht blenden: Es GIBT KEINE Ernährungspychologen und das Wort Ernährungspsychologie ist alles und nichts, weil der Mensch eine Ganzeit und Einheit ist. Die Psyche ist daher einfach dabei und nichts KRANKES, was psychologisiert werden muss…
Uns interessiert nicht, Sie ernährungspsychologisch aufzuklären, ihnen psychoTipps zur Manipulation ihrer Gewohnheiten zu geben. Wir sind ernährungspsychologische BERATER.

Das bedeutet wie bei Ernährungstherapeutischer BERATUNG. Wir sind Begleiter und keine Belehrer. Wir kennen uns sehr fundiert mit Psychollogie aus, haben Weiterbildungszertifikate und können Sie befähigen, sich selbst, ihre Emotonen, ihre Bedürfnisse, ihre Gewohnheiten, ihr Naschen, ihre Persönlichkeit, Ihr Unbewusstes besser zu verstehen. Und auch hier git: Wir geben Hilfe zur Selbsthilfe und KEINE Ratschläge. Wir sind Coachs (Persönlichkeitsbildner, keine Besserwisser 🙂 

Fort- und Weiterbildung an unserer prof e.a.t Akademie

Für KollegInnen und PatientInnen bieten wir passend zum Thema Ganzheitlichheit von Ernährung, Menschzentrierung und Ernährungspsychologie zahlreiche Seminare an. 
Schauen Sie doch mal vorbei, was es momentan für Angebote gibt. Hier kommen Sie zum Veranstalungskalender.


Autor und Quellen

(c) Sonja M. Mannhardt, Dipl. oecotroph. 1/2024

 

Stress verhindert abnehmen

Stress verhindert abnehmen

Stress verhindert abnehmen

Frau P. hat Lipödem und viel Stress und sie bemerkt, dass Sie nicht abnehmen kann. Woran liegt das?

Multimorbiditaet

Unser Körper lebt noch in der Steinzeit

Wenn wir auf der Flucht sind oder gegen Säbelzahntiger kämpfen, dann ist unser Körper in der Aktivierung. In diesem Zustand sind Hormone  aktiv, die Energie für diese Bewegungen zur Verfügung stellen. Und diese Energie, die bereit gestellt wird, sind Kohlenhydrate. Es wird KEIN Fett verbrannt.

Daraus ergeben sich drei Schwierigkeiten:
  • Wir haben Stress, sind aber meist sitzend und nicht bewegend, verbrauchen also sehr viel weniger Energie, als auf einer Säbelzahntigerjagd
  • Wir verbrennen im Stress kein Fett, sondern Kohlenhydrate
  • Im Stress haben wir erst recht Lust auf Süsses, weil damit schnelle Energie für den Stressstoffwechsel zur Verfügung stellt.

Daher gilt für Alle, die Gewicht verlieren wollen: Ohne Stressreduktion wird es nicht funktionieren, denn Ihr Körper hat kein Interesse, seine Fettreserven einfach so herzugeben…

 

Ein paar neue Daten zum Stress

  • Wussten Sie, dass die Lebenszufriedenheit junger Erwachsener in Deutschland den zweitletzten Platz in Europa einnimmt? (Unicef-Studie 2023)
  • Im Gesundheitsreport der TK zeigt sich, dass diejenigen, die sagen „Durch Stress erschöpft“ zu sein, sich zwischen 2015 und 2023 nochmal massiv verschlechtert haben?
  • Der Swisslife-Report bringt ans Tageslicht, dass das Stressniveau deutlich angewachsen ist und dass insbesondere Berufseinsteiger massiv betroffen sind.
  • und dass 90% der Bevölkerung Stresssymptome kennt? (Forsa-Umfrage 2023)
  • und noch eine kleine Statistik von uns: Dass mittlerweile JEDER, der zu uns in die Ernährungstherapie kommt, sich massiv über Stress beklagt und fast alle schon stresskrank sind. (Für uns sind ohnehin die meisten Zivilisationserkrankungen Stresserkrankungen.)

Runterkommen durch Rituale

Rituale geben Sicherheit. Rituale helfen, den Körper zu entspannen. Ein verlässlicher Rhythmus hilft dem Körper in den Parasympatikus zu schalten. Es wechseln sich dann Aktivierung und Deaktivierung ab. Wie in der Höhle: Erst Säbelzahntigerjagd, dann wieder Rückzug in die Höhle, wo es sicher ist und der Mensch auftanken kann…

Runterkommen durch feste Essenszeiten

Der Mensch als rhythmisches Wesen braucht Zeiten, in denen er sich erholen kann. Zeiten zum runterkommen, ausruhen, auftanken. Und was hilft da nicht besser, als sich ZEIT zu nehmen für echte, achtsame und genüssliche Mahlzeiten. Ja ich weiß: Dafür haben Sie keine Zeit, doch ZEIT ist für mich kein Argument, sondern eine Frage der Haltung, der Prioritäten.

“Stress ist der Abfall des modernen Lebens
Wir alle erzeugen ihn,
aber wenn wir ihn nicht richtig entsorgen,
wird er sich auftürmen und unser Leben überrollen.”

Danzae Pace

Naschkatzen aufgepasst

Stress ist ein Sammelsurium an Emotionen und wird sehr individuell bewertet. Viele meiner Patienten essen sich quasi den Stress weg. Nicht nur, weil sich der Körper mit Naschen gut mit Kohlenhydrat-Energie versorgt, nein, Viele benutzen Essen, um sich mit Nahrung zu regulieren. Was bedeutet das? Sie holen sich vom Stress-Level mit Naschzeug runter, anstatt zu verstehen, was da is(s)t. Das ist nichts weiter, als Symptombekämpfung, statt nach den Gründen zu forschen.

Naschen ist dann zwar eine Notfallstrategie, aber keine Lösung.

Wer abnehmen will, braucht ganzheitliche Begleitung

Es gibt so viele Abnehmkonzepte. Ihnen allen gemeinsam ist: Sie drehen sich um Nährstoffe und die richtige Lebensmittelauswahl, sie reduzieren ihre Essensmenge und sie versprechen stets, DIE ultimative Lösung für Jedermann zu haben und ganz einfach zu sein. Doch prüfen Sie selbst: Stimmt das? Ist es wirklich so einfach? Wenn dem so wäre, dann gäbe es doch bald keine solchen Konzepte mehr, oder?

Und was all diesen Konzepten sonst noch gemein ist? Kaum eines dieser Konzepte bietet eine ganzheitliche Sicht auf Sie, Ihr Verhalten, Ihr Leben, Ihre Emotionen, Ihre Bedürfnisse, Ihre Naschkatze an. Wir schon!

Individuelle Ernährungstherapie bei StrESS-ESSern

Gerade weil Sie gestresst sind, weil es Ihnen nicht leicht fällt, Ihr Verhalten zu ändern, weil sie dauernd ein „schlechtes Gewissen“ haben, gerade weil Sie ihren Stress nicht so einfach abstellen können und Ihr Leben umkrempeln können, bieten wir Ihnen unsere Unterstützung an.

Eine Kombination aus Ernährungstherapie, Ernährungspsychologie und Coaching. Und das Beste: Wir sind von den Krankenkassen anerkannt und unsere individuelle Ernährungstherapie wird zwischen 50-100% bezuschusst und zwar einmal jährlich mit ärztlicher Notwendigkeitsbescheinigung.

Gerne rufen Sie uns kostenlos an und erhalten ein kostenloses Erstgespräch von bis zu 15 Minuten. Wir wollen, dass Sie sich bei uns wohlfühlen und dass die Chemie stimmt, denn wir wollen, dass Sie zumindest bei uns mal nicht „gestresst“ sind…Was halten Sie davon?

Passende Seminare unserer prof e.a.t Akademie

Für KollegInnen und PatientInnen bieten wir passend zum Thema Stress auch Seminare an. Schauen Sie doch mal vorbei, was es momentan für Angebote gibt. Hier kommen Sie zum Veranstalungskalender.

Sich selbst verstehen lernen

Sich selbst verstehen lernen

Bin ich zu blöd zum Essen?

Vor mir sitzt ein Mann, mittleren Alters, gut gekleidet, ein Businessman. Doch er wäre nicht bei mir, wenn ihn nicht etwas bedrücken würde. „Frau Mannhardt, seit Corona nehme ich kontinuierlich zu und weiß nicht, was los ist. Ich kenne mich mit gesunder Ernährung aus, habe viel dazu gelesen, viele Diätkonzepte bereits ausprobiert, doch ich komme nicht weiter. Immer wieder scheitere ich und falle in alte Gewohnheiten zurück. Bin ich zu blöd zum Essen?“

Ich schaffe doch auch meinen Job ohne Probleme. Ich habe doch so viel in meinem Leben erreicht. Warum kann ich trotz meines Wissens mein Gewicht und Essen nicht in den Griff bekommen?

Gesagt ist nicht gehört, gehört nicht zugehört, zugehört nicht verstanden, verstanden nicht einverstanden. Einverstanden nicht angewandt, angewandt noch lange nicht beibehalten.

Konrad Lorenz

Ernährungspsychologische Beratung als Sichterweiterung

Nach einer Stunde war Herrn P. klar, dass er nicht „zu blöd“ ist, sondern dass Corona dazu geführt hat, dass er sich noch mehr vernachlässigt hat. Er hat in dieser Krisenzeit einfach „funktioniert“. Für seine Mahlzeiten, seine Bedürfnisse, seine Pausen hatte er sich einfach keinen Raum gelassen.
Wir begannen mit dem Logischen: Er brauchte zunächst einmal eine neue Haltung zu sich und seiner Ernährung. Anhand einiger Beispiele war ihm klar, dass er zumindest so fürsorglich sein sollte, wie er dies auch seinem Auto und seinem Handy gegenüber ist. „Aufladen, bevor ich keine Power mehr habe“ war eine seiner Erkenntnisse. Er verzichtete auf die dauernden Brötchen vom Bäcker und nahm sich von zu Hause etwas mit. Er merkte eindrücklich, dass ihm Eiweiß fehlte. Sobald er verstanden hatte, was das eigentliche Problem ist und woher seine Widerstände kamen, konnte er seine Lebensmittelauswahl anpassen.

Und es gehen die Menschen zu bestaunen die Gipfel der Berge und die ungeheuren Fluten des Meeres, und die weit dahinfließenden Ströme und den Saum des Ozeans und die Kreisbahnen der Gestirne und haben nicht Acht ihrer selbst.

Augustinus Aurelius

Sich selbst der größte Kritiker sein

Viele Aspekte, warum es nicht geklappt hat mit seiner Ernährung und seiner Gewichtsstabilisierung war, dass Herr P. sich sein größter Kritiker ist. Er erinnerte sich an seinen Vater: „Du bist nichts, aus dir wird nie was werden,“ hörte er häufig als Kind und Jugendlicher. Sein Vater war streng und unbarmherzig. Leistung zählte über alles und so wurde er ein Leistungsmensch. Doch nicht nur das: Er wurde der verlängerte Arm des Vaters. Sich selbst kritisieren, sich nie selbst ermutigen können, sich immer vorwärts peitschen, sich selbst bestrafen, wenn „es nicht gut genug ist“, das führte Herr P. weiter, auch ohne Erziehungsgeräusche des Vaters.

Wir arbeiteten tiefenpsychologisch, halfen dem Kind, sich selbst besser zu verstehen, haben geschaut, was das Kind benötigt, um aus dem Teufelskreis der Selbstkritik und Abwertung herauszukommen.
Am Ende sagte er: „Ich hätte nie gedacht, dass meine Kindheit und mein Vater noch so einen starken Einfluss auf mein heutiges Leben hat. Ich glaube, erst jetzt habe ich mich wirklich abgenabelt.“

Sollten auch Sie nicht wissen, was da is(s)t und ihr Wissen nicht ausreichen, um Ihr Verhalten zu ändern, kommen Sie doch einfach vorbei. Rufen Sie an, vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch. Gerne begleite ich Sie ein Stück auf ihren eigenen EssWEG zu mehr Wohl und Gleichgewicht.

Ihre Sonja Mannhardt

Diplom-Oecotrophologin
Praxis für Ernährungstherapie
Schliengen, Freiburg, Esslingen, Online
info@gleichgewicht4you.de

Hilfe ich esse zu Viel – Wenn die richtige Menge zum Problem wird

Hilfe ich esse zu Viel – Wenn die richtige Menge zum Problem wird

Viel Essen – wenn Nimmersatt logische Gründe hat

Was ist eine richtige Menge, fragte Sybille

Sybille sitzt bei mir. Eine gepflegte junge Frau, etwas mollig, aber nicht viel und doch ist sie in meiner Praxis und sucht Hilfe. „Ich weiß einfach nicht mehr, was genug ist. Ich fühle mich so undiszipliniert, weil ich ständig zu viel esse“, sagt sie und sie brauche meine Hilfe, um die richtige Menge zu essen., lautet der Auftrag. „Nehmen Sie denn zu“, frage ich Sybille. Sie verneint. „Wie kommen Sie dann auf die Idee, dass das, was sie essen zu Viel ist,“ frage ich sie. „Weil ich einfach nicht aufhören kann, wenn ich einmal angefangen habe,“ antwortet sie ganz verzweifelt.

Nicht jedes Mengenproblem ist psychologisch. Mancher Nimmersatt ist „hausgemacht“

Sonja Mannhardt

Der rationale Mensch kontrolliert sein Essen

Im Laufe der ersten Beratung wird klar, was passiert ist. Sybille hat irgendwann an sich und ihrer Ernährung gezweifelt und begonnen viel zum Thema zu lesen. Sie hat viele Diäten ausprobiert. Mehr und mehr hat sie beim Essen ihren Kopf eingeschaltet. Sie hat kontrolliert, was sie isst (Sie aß viel gesunden Salat, wenig Kohlenhydrate und versucht auf Zucker zu verzichten), sie hat kontrolliert wann gute Essenszeiten sind (sie folgte dem intermittierendem Fasten und aß erst nach 12 Uhr Mittags). Sie beschäftigte sich mit der „richtigen Handportion“ und versuchte diese Menge einzuhalten. Doch je mehr sie sich mit Ihrem Essen beschäftigte, je mehr sie versuchte, alles „richtig“ zu machen, je mehr entglitt ihr die Kontrolle.

Das Messen mit der eigenen Hand ist keine Frage von „Richtig und Falsch“. Ich habe dieses Modell entwickelt, um Menschen zu unterstützen, Ihre Mengen selbst mit dem Auge einzuschätzen und sich über diese Menge mit mir auszutauschen. Wer von richtig/falsch spricht ist KEIN Berater, der wissen will, was is(s)t, sondern ein Moralist und dafür verantwortlich, dass Menschen durch dieses Hilfsmittel den Bezug zu Ihrem Körper verlieren.

Sonja Mannhardt

Das kleine Wort „richtig“ und seine Konsequenzen

Wer von richtig und falsch spricht, hat sich in einem Irrweg verstrickt und wird sich wohl mehr und mehr von sich selbst entfernen und die Lösungen im außen suchen. „Das richtige Gewicht, die richtige Menge, die richtigen Lebensmittel, die richtige Ernährung“, nur gibt es dieses richtig/falsch wirklich?

Wie haben wir Menschen wohl Jahrtausende überlebt und schaffen es heute fast 100 Jahre alt zu werden. So falsch kann es die Evolution nicht gemeint haben.

Wir sind durch unsere Gefühle, durch unsere Körpersignale in der Lage, uns in unserer Welt zurecht zu finden und Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen, die wir mit unserem Fühlen und unserer Intuition treffen, sind wesentlich schneller, als darüber nachzudenken, was richtig ist.

Wie kam aber dann die Moral ins Essen? Die Moral kam mit der Ernährungswissenschaft selbst in die Welt. Je mehr Menschen über die Funktionsweise des Körpers verstanden haben. je mehr über Nährstoffe und deren Bedarfe bekannt war, desto mehr wollte der Mensch seine Gesundheit optimieren. Mit dieser Optimierung und dem Wunsch auf diese mehr Einfluss zu nehmen, kam die Moral. Heute ist diese Moral nicht mehr aus der Ernährungswissenschaft herauszudenken und Mensch läuft Gefahr, sich in der Moral zu verlieren, wie Sybille. Sie fühlt sich klein, als Versagerin, sie fühlt sich unfähig, so etwas „Banales“ wie Essen zu beherrschen. Bei Ernährung ist sie sehr unsicher und wenig selbstbewusst, doch das war nicht immer so! Im Beruf ist sie doch hoch erfolgreich, macht Karriere, leitet ein ganzes Team und ausgerechnet beim Essen glaubt sie zu versagen…

Du musst, du sollst, du darfst nicht. Ich weiß, was für Dich und Dein Leben richtig ist, bringt die Moral und damit die Abwertung des Selbst auf den Teller.

Sonja Mannhardt

Raus aus der „richtig/falsch“ Falle – rein ins eigene Spüren

Als Sybille klar wurde, dass ihr Problem nicht ihre Disziplin oder ihr Wissen ist, sondern die Moralisierung ihres Essens, ihrer Entscheidungen, kam Bewegung in die Beratung und sie konnte sich auf den neuen Weg einlassen. Zunächst ungewohnt, dann aber immer sicherer, fand sie wieder Halt nicht im außen, sondern durch ihren Spürsinn.

Sie verstand, dass zu Viel des GUTEN, wie dauernd Salat essen, nicht die Lösung, sondern Teil des Problems ist. Sie verstand, dass feste Essenszeiten nicht von einer verordneten Diät ausgehen dürfen, sondern sich am eigenen Hunger orientieren müssen. Sie verstand, dass ihr Nimmersatt nicht psychologisch, sondern vollkommen LOGISCHE Gründe hatte. Am Ende der 3 Stunden sagte sie: „Es war so leicht. Warum bin ich da nicht selbst draufgekommen?“ Und ich frage zurück: „Weil SIE, ihr Denken, Fühlen, die Beweggründe Ihres Handelns weder im Internet, noch in irgendeiner Diät oder einer moralischen Verpflichtung zu finden sind und in den Medien viel zu viel zu viel über GESUNDE Ernährung moralisiert wird, anstatt Menschen zu helfen, sich selbst besser zu verstehen.

Fragen zum Nimmersatt

    • Habe ich zu häufig Diäten gemacht?
    • Vertraue ich Tipps, Ratschlägen, Empfehlungen, Diäten mehr als mir selbst?
    • Esse ich viel zu viel „Richtiges“, ohne zu fragen, ob ich das will?
    • Nehme ich noch Rücksicht auf meine Körpersignale?
    • Denke ich erst Abends an Essen, weil ich zu viel Stress habe?
    • Bemerke ich, dass mein Nimmersatt abends unersättlich ist?
    • Bemerke ich, dass mein Nimmersatt besonders dann kein Maß findet, wenn ich Essregeln missachtet habe?
    • Bemerke ich, dass mein Nimmersatt sich dann meldet, wenn ich zu viele Kohlenhydrate gegessen habe?
    • Höre ich erst auf zu essen, wenn der Bauch spannt?
    • Suche ich mein Sättigungsgefühl und weiß nicht, wie sich das anfühlt?

All das sind logische Gründe für den Nimmersatt.
Ernährungspsychologisches Coaching hilft! In ein paar Stunden finden wir für Sie einen (R)AUSweg aus der zu Viel des Guten Falle. Rufen Sie mich an. Ich begleite Sie gerne ein Stück.

Dem Stoppsignal auf der Spur

(c) Sonja Mannhardt prof e.a.t. Essperts

Sonja M. Mannhardt
Praxis für ernährungspsychologische Beratung
Käppelematten 21, 79379 Müllheim
info@gleichgewicht4you.de

Warum Kalorien zählen nichts nützt

Liebe Ka. Dieser Blogbeitrag ist für Dich und all die vielen und immer mehr werdenden jungen Frauen, die versuchen, über Kalorienzähl APPS, oder Nährstoffanalyse-Checks ihr Ess- und Ernährungsverhalten „in den Griff“ zu kriegen.

Kontrolle: Wir haben alle während und durch Corona ein Teil unseres sicheren Lebens verloren. Vieles ist unberechenbar geworden, das Leben scheint aus den Fugen geraten und die Kontrolle abhanden gekommen zu sein. Was liegt da für Viele näher, als sich diese Kontrolle zurückzuholen über die Kontrolle des Körpers, des Gewichts, des Essens. Ich verstehe das, doch ist das der Weg aus einer Unsicherheit und Angst wieder in Sicherheit zu kommen? Ist Kalorien zählen dafür wirklich ein gangbarer Weg? Ich meine nicht und das möchte ich Dir mit ein paar Aspekten hier erläutern.

7 Gründe, warum Kalorien zählen nichts nützt:

1 Zerstörung der Körperwahrnehmung

Was meinst du: Wie haben es Menschen geschafft Maß zu halten, ohne ernährungswissenschaftliche Kenntnisse und ohne Kalorienzähl-Apps? Richtig! Einzig und allein mit ihren Körpersignalen. Wann habe ich Hunger, wann nicht?
Was passiert, wenn wir uns weg von diesen Signalen, immermehr hin zu einer „Außenkontrolle“ begeben? Richtig! Die Fähigkeit auf meinen Körper zu hören, nimmt immer mehr ab und damit auch die SelbstKONTROLLE. Kontrollwunsch und Sicherheit schlägt mehr und mehr um in Abhängigkeit und Unsicherheit. Das kann soweit gehen, bis die eigene Körperwahrnehmung zerstört ist. Und damit steigt die Unsicherheit und die Angst vor Kontrollverlust immer mehr…..

2. Unser Körper berechnet keine Kalorien

Unser ganz natürlicher Grundumsatz und Kalorienbedarf unter Alltagsbedingungen, sowie unseren Bewegungsbedarf schwankt ganz natürlich um mehrere hundert oder sogar mehr Kalorien pro Tag. Eine genaue Berechnung ist somit überhaupt nicht möglich und von unserem Körper als Kontrollinstanz überhaupt nicht vorgesehen. Der Körper ist viel klüger, als eine starre Durchschnittszahl zu ermitteln. Er schickt Hungersignale, die anzeigen, wenn ein Energiedefizit entsteht und fordert uns damit zum Essen auf. Mehr braucht es nicht, mehr als eine Registrierung unseres „Tankanzeigers“ benötigen wir Menschen nicht, um auf Energiemangel zu reagieren. Vertrauen wir dem Kalorien zählen können wir uns gnadenlos über- oder unterschätzen. Die Trefferquote von Formeln zur Berechnung des tatsächlichen Bedarfs liegen bei 20%!!!
Sieht so eine gute Kontrolle aus?

3. Unser Magen rechnet keine Kalorien aus

Vielleicht hast du es schon bemerkt: Viel Salat und Grünzeug mit ohne nichts füllen zwar den Magen gnadenlos, doch satt machen – Fehlanzeige und das aus guten Grund: Unser Magen registriert zwar auch Volumen, aber auch Sattmacher und wenn wir davon wenig zu uns nehmen, dann reagiert er eben wieder mit Hunger. Sprich: Wer nur auf Kalorien achtet, aber nicht auf Sättigung, wird immer und immer wieder mit Hunger zum Essen aufgefordert, denn der Körper zeigt, wo es lang geht, nicht eine Kalorien-Zähl App. Sieht so eine gute Körperkontrolle aus? Sich abhängig machen, von einer Pseudosicherheit?

4. EIN Apfel ist nicht DEIN Apfel

Wie sind Datenbanken über Lebensmittel entstanden? Man hat den Nährstoffgehalt von Lebensmitteln untersucht und dann einen Durchschnitt ermittelt. Diese Durchschnittswerte hat man dann in Datenbanken eingespeist. Doch kannst du sicher sein, dass die Zahl aus der Datenbank, deinem Apfel, den du gerade berechnen willst entspricht? Was, wenn er einen geringeren Wassergehalt hat? Was, wenn er mehr Zucker produziert hat?
Zahlen erweisen sich als Irrweg, wenn es um präzise, konkrete und 100% verlässliche Fakten menschlichen Tun und Handelns handelt. Wir sind keine Maschinen und Lebensmittel auch nicht. Daher ist Perfektion, Präzision und Zahlengläubigkeit fehl am Platz. Was statt dessen hilft, ist die Einschätzung – die Einordnung zu Lebensmittelgruppen und die Kopplung mit den eigenen momentanen Körpersignalen….
Mehr „Sicherheit“ und Präzision benötigen Menschen nicht um kluge Essentscheidungen zu treffen. Wie du diese Kontrolle erlernst, das hast du in deiner individuellen Ernährungstherapie erfahren.

5. Kontrolle erreichst du nicht über Kalorien zählen

Wer Angst hat vor Kontrollverlust, der benötigt was, um sich besser zu fühlen? SICHERHEIT! Kontrolle ist aber nur ein WEG in Sicherheit zu kommen. Es gibt aber viel effektivere Wege: Sich mit seiner ANGST und SICHERHEITSBEDÜRFNIS auseinander zu setzen. So haben es Menschen seit der Steinzeit getan. Wenn Sie Angst vor einem Mammut hatten, dann haben sie nicht die Angst besiegt, sondern haben mit der Angst entschieden, ob sie angreifen und das Mammut töten, oder ob sie vor lauter Angst wegrennen. Für den ersten Weg haben sie sich entschieden, wenn sie MUT hatten und an sich glaubten, dass sie es schaffen, das Mammut zu besiegen. Für den 2. Weg entschieden sie sich, wenn sie sich nicht trauten anzugreifen, aber wussten, sie können SCHNELL weglaufen. Viele Menschen, die heute SICHERHEIT suchen, wählen aber weder den Angriff, noch das Weglaufen, sondern sie bleiben STEHEN und fangen an die Kontrolle über ihre Angst und Unsicherheit durch Kalorien zählen und Bezähmung des eigenen Körpers zu erlangen. Merkst du, wie gefährlich dieser Weg ist? Psychologische Ernährungstherapie kann dir helfen, genau diesen Irrtum zu erkennen und entweder a.) viel mutiger mit DEINEN Mammuts zu kämpfen, oder b.) wirklich wegzulaufen und dich in Sicherheit zu bringen. Kalorien zählen lenkt ab – vom Mammut, besiegt ihn aber nicht 🙂 Denk mal darüber nach.

6. Kalorien sind nicht das Problem

Wer Kalorien zählt, ist verunsichert? Werde ich geliebt, wie ich bin? Mache ich alles „Richtig“? Es sind Menschen, die sich in schwarz/weiß, richtig/falsch, gesund/ungesund, sprich in den Extremen sicher fühlen. Das Grundproblem ist aber, dass sie sich bereits VOR dem Kalorien rechnen abhängig machten von ANDEREN, deren Meinung, Urteil. Sie waren es häufig gewohnt Verantwortung abzugeben und ANDERE über das was „richtig“ oder „falsch“ ist, entscheiden zu lassen. Doch so ein richtig/falsch gibt es genauso wenig, wie ein gesund/ungesund. Sprich: Es muss mühsam gelernt werden, sich selbst zu befragen, sich selbst als Entscheidungsinstanz wichtig zu nehmen, wieder Verantwortung für EIGENE Entscheidungen zu treffen. Was möchte ICH? Was tut MIR gut? Was finde ich GUT und RICHTIG? Und ICH bin verantwortlich für meine Essentscheidungen, für MEIN MASS, für MEIN Satt sein, für MEIN genug haben, für MEINEN Hunger und für MEINE Auswahl zwischen tausenden Möglichkeiten, niemand sonst….Das Problem sind nicht die Kalorien, sondern das grundsätzliche MISStrauen in die eigene Entscheidungsfähigkeit.

7. Kalorien zählen hilft nicht beim MASS halten

„Tu dies nicht, tu jenes nicht! Das ist nicht gut für dich, jenes nicht! Ich habe es dir ja gleich gesagt! Ich weiß besser was für Dich gut ist. Das ist gesund, das ungesund! Das was du spürst, du willst, du brauchst, sehe ich nicht, höre ich nicht, fühle ich nicht….“
Menschen suchen Orientierung, Halt, Sicherheit. Und diese Sicherheit geht mehr und mehr verloren. Nichts ist mehr sicher, weder ein Arbeitsplatz, noch dass man einen tollen Partner findet, noch dass man gesund bleibt. Doch so war das Leben immer. Früher in der Steinzeit und in den Kriegen noch mehr als heute. Sicherheit in der Unsicherheit zu finden, das konnten Menschen früher aber wohl besser, als heute in einer Zeit, in der es keine ernsthaften Sorgen, Krisen mehr gibt und die Verwöhnungsfalle zuschnappt. Mir steht alles zu, ohne Risiko? Und gerade in dieser risikoarmen Zeit sehnen sich Menschen nach ultimativer gut/richtig/gesund Orientierung? Was läuft schief?

Ich denke, Menschen haben das „rechte Maß“, „die Mäßigung“, das erspüren derselben eingebüßt, weil sie das Spüren des eigenen ICH´s, der eigenen Wünsche, Bedürfnisse, Gefühle mehr und mehr einbüßen und statt dessen „Leistungserbringer“, „Funktionierer“, „Gehorsame Arbeitstiere“ werden…..Wer wundert sich, dann über die Extreme, wenn die eigene, ganz leise innere Stimme permanent überhört wird?

Ernährungspychologische Ernährungstherapie hilft, der eigenen Stimme, dem eigenen „Bauchgefühl“, der eigenen Intension wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Kalorien zählen sind kein Dauerweg – es gibt einen anderen Weg zum eigenen ESS-weg. Der geht aber nur über´s eigene Spüren….Bist du bereit?